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Giovanni Antonio Pellegrini

鉛筆 181

CARITAS ROMANA

  • Öl auf Leinwand. Doubliert.
  • 128,0 x101,5cm
估计:

€ 20.000 - 25.000

拍卖:6 天

作为 2026-03-17 15:31:17

In vergoldetem Prunkrahmen.

Beigegeben eine Expertise von Dario Succi, Gorizia, in Kopie. Außerdem beigegeben eine Expertise von Prof. Ugo Ruggeri, Venedig, ebenfalls in Kopie.

Das Gemälde aus dem Frühwerk Giovanni Antonio Pellegrinis zeigt eine Episode die durch den römischen Dichter Valerius Maximus (1. Jahrhundert n. Chr.) übermittelt wurde. Danach wurde der römische Cimon zum Tode durch Verhungern im Kerker verurteilt, seine Tochter jedoch ernährte den Vater durch ihre Muttermilch. Zu sehen ist das steinige Innere eines Kerkers mit einem Fenster linksseitig, das mit Gitterstäben versehen ist und von dem aus eine Eisenkette zu der Hand des im Vordergrund sitzenden Cimon führt. Dieser wird mit leicht muskulösem freiem Oberkörper und einem Tuch über seinen Beinen wiedergegeben. Er wendet sich seiner neben ihm stehenden, elegant gekleideten Tochter zu, die ihm ihre Brust gereicht hat. Durch den Lichteinfall werden besonders der Oberkörper und der Hinterkopf des Cimon sowie das auf ihn herabblickende Gesicht seiner Tochter, deren entblößte Brust und ihr nach vorn gestreckter linker Arm, gegenüber dem dunklen Hintergrund hervorgehoben. Das Bildthema dieser römischen Legende wurde dank ihrer Anspielungen zu einem beliebten Motiv unter italienischen und flämischen Barockmalern sowie zu einem begehrten Motiv in Sammlerstücken. Die Neuartigkeit von Pellegrinis Technik laut Succi, zeigt sich in der plastischen Schichtung der Malerei, die die Formen umhüllt und die Konturen der Figuren in einer leuchtenden farblichen Weichheit auflöst. Der Bildgegenstand – als Akt der Nächstenliebe zu verstehen – ist in der Geschichte jedoch nicht immer nur positiv gesehen worden. Die Szene grenzt an ein Tabu, das jedoch hier aufgebrochen ist.

Als echter Europäer unternahm Pellegrini zahlreiche Reisen, in denen er an den Höfen Europas arbeitete. So war er 1708–1713 in England und danach in Düsseldorf, den Niederlanden, wieder in England, Paris und Füssen tätig. Zwar richtete Pellegrini sein Hauptaugenmerk auf die Ausgestaltung von Innenräumen, fertigte jedoch auch eine gewisse Anzahl qualitätvoller Gemälde. Während Sebastiano Ricci (1659–1734) römische Einflüsse geltend machte, vertrat Pellegrini den puren Geist Venedigs in seinen Gemälden.

Literatur:
Dario Succi, Il Fiore di Venezia. Dipinti dal Seicento all‘Ottocento in collezioni private, Gorizia 2014, S. 76–78, Kat.Nr. 43. (1471132) (3) (18)



Giovanni Antonio Pellegrini,
1675 Venice – 1741 ibid.

ROMAN CHARITY

Oil on canvas. Relined.
128 x 101.5 cm.

Accompanied by an expert’s report by Dario Succi, Gorizia, and another by Professor Ugo Ruggeri, Venice, in copy.

Literature:
Dario Succi, Il Fiore di Venezia. Dipinti dal Seicento all’Ottocento in collezioni private, Gorizia 2014, pp. 76-78, cat. no. 43.

Hampel Fine Art Auctions

城市: Munich
  • 拍卖 : 26.03.2026 11:00 拍卖时间
  • 拍卖编号: 147
  • 拍卖名称: Spring Auction
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