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作为 2026-03-17 15:31:17
Links unten signiert.
Das vorliegende Gemälde lässt sich zwar auch mit Werken des Gillis van Coninxloo vergleichen, doch legte Anton Mirou noch größeren Wert auf Fantastik. Dies zeigt auch die unwirkliche, höchst originelle Bilderfindung mit den verschatteten Gebäuden, die sich vor dem hellen Talgrund turmartig erheben, wie auch die Baumwurzeln oder die nahezu geheimnisvollen, weiteren landschaftlichen Details.
Der Name des Malers ist eng mit der sogenannten „Frankenthaler Schule“ verbunden, einer kleinen Gruppe von Künstlern, die aus den Spanischen Niederlanden ihres Glaubens wegen Schutz in der Bayerischen Kurpfalz fanden. Dorthin zog 1586 auch Mirous Familie. Zu diesen Künstlern zählte auch Pieter Schoubroeck (um 1570 – um 1607) und Gillis van Coninxloo (um 1581 – 1619/20), dessen Malstil die Werke von Mirou erkennbar nahestehen. Wenngleich diese Künstlergruppe keinen eigenen Stil entwickelt hatte, so vereint sie doch das Interesse an Waldlandschaften, oft mit religiösen oder historischen Staffageszenen. Die Bildauffassung der Antwerpener Malweise wurde jedoch weitgehend behalten und tradiert.
Provenienz:
Sotheby‘s Amsterdam, November 2007, Lot 10.
Literatur:
Jörg Diefenbacher, Anton Mirou (1578 – vor 1627). Ein Antwerpener Maler in Frankenthal, Mannheim 2007, Abb. S. 30, Nr. 23. A.R. (14716511) (11)
Anton Mirou,
ca. 1570 Antwerp – ca. 1661
HILLY FANTASY LANDSCAPE WITH TOWER-SHAPED WOODEN BUILDINGS AND FIGURAL STAFFAGE
Oil on panel.
36.7 x 48.5 cm.
Signed lower left.
Although the present painting can also be compared with works by Gillis van Coninxloo, Anton Mirou placed even greater emphasis on fantastical elements.
Provenance:
Sotheby’s Amsterdam, November 2007, lot 10.
Literature:
Jörg Diefenbacher, Anton Mirou (1578 – before 1627). Ein Antwerper Maler in Frankenthal, Mannheim 2007, ill. p. 30, no. 23.