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作为 2026-03-17 15:31:17
Verso auf der Leinwand originale Bezeichnung aus der Entstehungszeit des Bildes in Schwarz „Mendicanti“.
Wir danken Dario Succi für die Zuweisung des Gemäldes an den genannten Maler.
Dieser Stadtansicht, mit dem lang sich hinstreckenden alten Klostergebäude, dem Dominikaner Konvent – Ospedale Civile SS Giovanni e Paolo rechts im Bild sowie der Bogenbrücke im Hintergrund, haben sich mehrere Vedutisten gewidmet, neben Antonio Canal, genannt „Canaletto“ (1697–1768) vor allem auch Francesco Guardi (1712–1793).
Der Maler wird aufgrund von vierzehn seiner Werke in einer Sammlung in Baden bei Zürich als „Meister der Veduten der Langmatt-Stiftung“ bezeichnet. Zwischen 1740 und 1770 wirkte er als Schüler von Luca Carlevarijs (1663/65–1729/31) und Johann Richter (1665–1745) als Vedutist in Venedig. Neben seinen bekannten Venedigansichten entstanden jedoch auch eine Reihe höchst fantasievoller Capriccios.
Der Informationsstand über den Maler waren lange Zeit sehr dürftig. Der Name Domenichini wird fürs Jahr 1757 in der venezianischen Malergilde Fraglia erwähnt. Aufgrund von Stilvergleichen und archivalischen Quellen konnte jedoch ein Gesamtbild vom Wirken des Malers entworfen werden. Das Geburtsjahr 1715 hat Lino Moretti ermittelt. Er konnte aufgrund eines Dokuments vom August 1702 feststellen, dass der eigentliche Familienname Facchinetti lautet. Die Quelle nennt den Vater, ebenfalls Maler, mit beiden Namen. Es wird angenommen, dass Facchinetti bei Luca Carlevarij (1663–1730) studiert hat, sich jedoch um 1740 selbständig machte. Auch architektonische Details in den Veduten lassen seine Werkgruppe um 1744 datieren. Das einzige datierbare Werk Facchinettis ist eine Romansicht von 1746. Die Veduten der Stiftung Langmatt (Schweiz) wurden u. a. 1994 in einer Ausstellung gezeigt, mit einem Katalog von Gertrude Borghero. Darüber hinaus hat Dario Succi das Werk Facchinettis mit späteren Malern in Verbindung gebracht, die von Facchinetti beeinflusst gewesen sein dürften, wie etwa Michele Marieschi (1710-43), Francesco Albotto (1721–1757) oder Francesco Tironi (1745–1797).
Literatur:
Vgl. Gertrude Borghero (Hrsg.), Mythos Venedig. Venezianische Veduten des 18. Jahrhunderts, Ausstellungskatalog (Stiftung Langmatt, Baden, 8. Juni – 31. Oktober 1994), Mailand 1994.
Vgl. Filippo Pedrocco, Visions of Venice. Paintings of the 18th Century, London 2002.
Vgl. Lino Moretti, Di Apollonio Facchinetti detto Domenichini (1715–1757) e altri pittori di quella famiglia, in: Arte Veneta, Bd. 68 (2011), S. 315-323.
A.R. (1472082) (3) (11)
Apollonio Facchinetti,
also known as „Domenichini“,
active 1740 – 1770
VENICE – RIO DEI MENDICANTI
Oil on canvas.
29 x 46.5 cm.
The original inscription dating to the time of the painting’s execution, “Mendicanti”, appears in black on the reverse of the canvas.
We would like to thank Dario Succi for attributing the painting to the aforementioned artist.
Literature:
cf. Gertrude Borghero (ed.), Mythos Venedig. Venezianische Veduten des 18. Jahrhunderts, exhibition catalogue, (Stiftung Langmatt, Baden, 8 June – 31 October 1994), Milan 1994.
cf. Filippo Pedrocco, Visions of Venice. Paintings of the 18th Century, London 2002.
cf. Lino Moretti, Di Apollonio Facchinetti detto Domenichini (1715 –1757) e altri pittori di quella famiglia, in: Arte Veneta, vol. 68, 2011, pp. 315-323.