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作为 2026-03-17 15:31:17
Rechts unten schwer erkennbar „Bison“.
Beigegeben eine Expertise von Dario Succi, Gorizia, in Kopie.
Im Bild dominiert die von Kuppeln überhöhte Markuskirche, vor dem rechts zurückgesetzten Dogenpalast. Eine Fahne beherrscht die rechte Bildseite. Ihre Farben Rot-Weiß-Rot machen das Gemälde zu einem politischen Dokument einer Zeit, in der Venedig und Norditalien zum Herrschaftsgebiet Österreichs gehörte. Eine weitere solche Fahne erhebt sich über der rechten Gebäudekante der Markuskirche (in beiden Fahnen wurde das Weiß nachträglich abgedunkelt, erkennbar im Quarzlicht). Es ist anzunehmen, dass das Bild anlässlich eines Staatsfestes entstand, dies ist umso mehr anzunehmen, da Bisons Oeuvre mehrfach Festereignisse der Lagunenstadt dokumentiert hat. Die akribische Detailgenauigkeit der Architektur, die Kostüme der Figurenstaffage, aber auch die Lichtstimmung der abendlich beleuchteten Wolken, vor denen sich die Gebäude präsentieren, sind deutliche Charakteristika der Malerei des beginnenden 19. Jahrhunderts, hier in nahezu romantischer Anmutung.
Der Künstler war ein italienischer Maler des Klassizismus. Er studierte in Brescia und befasste sich mit dem Werk von Girolamo Romanino (1484/87–1562). Später zog er nach Venedig und setzte sein Kunststudium unter Giovanni Antonio Canal (1697–1768) fort. Von 1834 bis 1838 unternahm er eine Reihe von Reisen, die ihn u. a. nach Florenz, Rom, Neapel und Paestum führten. Neben zahlreichen Venedigansichten schuf er auch idyllische Fantasielandschaften. Dabei ist die Vielfalt seiner Themen, sowie die hohe Qualität seiner Bildproduktion hervorzuheben. Im letzten Jahrzehnt des 18. Jahrhunderts arbeitete er mit dem Architekten Gian Antonio Selva (1751–1819) zusammen, so etwa für die Dekorationen des inzwischen nicht mehr existierenden Palazzo Bottoni di Ferrara und dem Casino Soderini in Treviso. Er studierte Werke von Francesco Guardi (1712–1793) und Gian Domenico Tiepolo (1727–1804), wirkte auch als Freskant in Venedig, begab sich nach Treviso, Padua und Triest, 1833 schließlich nach Mailand, wo er bis zu seinem Lebensende blieb. A.R. (1472115) (3) (11)
Giuseppe Bernardino Bison,
1762 Palmanova – 1844 Milan
VENICE - PIAZZA IN FRONT OF ST. MARK'S BASILICA WITH DOGE'S PALACE
Oil on canvas.
28 x 36 cm.
Barely visible “Bison” in the lower right corner.
Accompanied by an expert's report by Dario Succi, Gorizia, in copy.
A flag dominates the right side of the painting. Its red-white-red colours make the painting a political document of a time when Venice and northern Italy belonged to the Austrian Empire.