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作为 2026-03-17 15:31:17
Beigegeben eine Expertise von Prof. Dr. Dr. h.c. Jan de Maere, Rambrouch, Mai 2024, in Kopie.
Das Bildthema war gerade im 16./ 17. Jahrhundert von großer Beliebtheit, behandelt von Malern wie Hiëronymus van Aken Bosch (um 1450–1516), Jan Brueghel d. Ä. (1568–1625), Matthias Grunewald (1470–1528), David Teniers d. J. (1610–1690) – bis hin zu Salvator Rosa (1615–1673). Das Geschehen in eine Felsengrotte gesetzt, findet sich häufig bei Teniers. De Keunjinck zeigt hier gleichermaßen eine Fülle grauenerregender Fantasiegestalten, hier jedoch zudem, dass sich der Heilige nicht einmal von einer sittsam gekleideten Edeldame verführen lässt.
Der Flame Kerstiaen de Keuninck, erstmals 1577 in Antwerpen erwähnt, wurde 1580/81 Meister der Sankt Lukasgilde. Sein Oeuvre ist überschaubar, bekannt sind heute ca. 60 meist unsignierte Gemälde; zu seinen Spezialitäten zählten wildromantische Waldlandschaften, mit Staffagefiguren belebt, sowie farbintensive Darstellungen von Feuersbrünsten. Stilistische Nähe besteht zu Gillis van Coninxloo (um 1581–1619/20), der sich 1587–1595 in Frankenthal aufhielt. Seine Werke finden sich in mehreren öffentlichen Sammlungen, so etwa in der Kunsthalle Karlsruhe, im Kunstmuseum Westfalen-Lippe oder im Metropolian Museum.
Literaturhinweise:
Vgl. Hans Devisscher, Kerstiaen de Keuninck 1560–1633. De Schilderijen met Catalogue Raisonné, Düsseldorf 1987. A.R. (14714520) (11)
Kerstiaen de Keuninck the Elder,
ca. 1560 Kortrijk – 1635 Antwerp
THE TEMPTATION OF SAINT ANTHONY
Oil on panel.
42 x 55 cm.
Accompanied by an expert’s report by Professor Dr Dr h.c. Jan de Maere, Rambrouch, May 2024, in copy.
Literature:
cf. Hans Devisscher, Kerstiaen de Keuninck 1560 – 1633. De Schilderijen met Catalogue Raisonné, Düsseldorf 1987.