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作为 2026-03-17 15:31:17
Links auf einem zylindrischen Paket signiert und datiert „JLingelbach/1669“.
Das mehrfach dokumentierte und im RKD-Verzeichnis aufgelistete Gemälde zeigt kompositionell und inhaltlich auffallende Verwandtschaft mit der „Mediterrane Hafenszene“, die sich im Städelschen Kunstinstitut der Stadt Frankfurt befindet. Hier wie dort beherrscht ein antiker Säulenbau die rechte Bildhälfte. In gleicher Weise auch hat Lingelbach einen orientalischen Händler mit Turban hierhin platziert, während die Bildmitte den Blick auf den Hafen mit anliegenden Segelschiffen bietet. Die Komposition der beiden Bilder zeigt also verblüffende Übereinstimmung. Darüber hinaus lassen solche Bilder des Malers die Motivation erkennen, das Treiben der Hafenarbeiter, aber auch den Gegensatz abendländischer und orientalischen Gesellschaft vorzustellen. Lingelbachs frühere Aufenthalte in Italien haben auf die Themen- und Motivwahl seiner Werke sichtbar eingewirkt. Dies erweist sich mit seiner großen Anzahl von Rom-Ansichten und südlichen Hafenszenen, wobei es ihm weniger um Veduten-Genauigkeit ging, vielmehr vorrangig um fantasievolle Szenenerfindungen, was auch den Reiz dieses Gemäldes ausmacht. Von vorrangigem Interesse dürfte sein, dass das Gemälde, neben weiterer prominenter Provenienz, einst im Besitz des berühmten englischen Kunsthändlers und Sammlers John Smith (1781–1855) war, auf den das Konzept des „Catalogue raisonné“ zurückgeht.
Lingelbach war Sohn eines Schaustellers, kam bereits 14-jährig nach Amsterdam, wandte sich der Malerei zu, verbrachte die Jahre 1642-44 in Paris, um über Lyon und Genua nach Rom zu ziehen. Hier schloss er sich einer Gruppe von Bamboccianten an, zu denen Michelangelo Cerquozzi (1602–1660) und Viviono Codazzi (1604–1670) zählten. Zurück in Amsterdam, wurde seine Malerei von Philips Wouwerman (1619–1668) beeinflusst.
Bedeutende Provenienz – laut RKD:
Auktion Veil, Amsterdam, 5. Juli 1769, Lot 24.
Sammlung Nicolas Henri Joseph de Fassin, gen. Chevalier de Fassin (1728–1811).
Sammlung Engelbert Michael Engelberts (1783–1843), Maler u. Kunsthändler.
Sammlung John Smith (178 1–1855).
Auktion van der Schley – de Vries, Amsterdam, 26. August 1817, Lot 54.
Auktion Artaria, Wien, 28. November 1821 und 6. März 1822, Lot 206.
Sammlung Alexander-Joseph-Wilhelm d‘Allard, Kunsthändler in Wien u. Paris, erste Hälfte 19. Jahrhundert.
Auktion Bukowski, Stockholm, 26. November 1997, Lot 308.
Christie‘s Amsterdam, 4. Mai 1999, Lot 134.
Schloss Ahlden, 18. November 1999, Lot 134.
Ausstellungen:
Von Brueghel zu Banksy – 200 Jahre Sammlung von Boetticher, Die Drostei, Pinneberg, 19. September – 16. November 2025, Ausstellungskatalog S. 44–45. Abb. Kat.Nr. 10,
Sammlungsnr. 22. A.R. (1472164) (11)
Johannes Lingelbach,
1622 Frankfurt am Main – 1674 Amsterdam
SOUTHERN PORT WITH TRADERS
Oil on canvas. Relined.
41.7 x 54.2 cm.
Signed and dated on “JLingelbach/1669” on cylindrical parcel lower left.
The painting, which has been documented on multiple occasions and is recorded in the RKD database, shows a striking compositional and thematic similarity to the Mediterranean Harbour Scene in the collection of the Städel Museum, Frankfurt.
Important provenance – according to RKD:
Auction Veil, Amsterdam, 5 July 1769, lot 24.
Nicolas Henri Joseph de Fassin collection, called Chevalier de Fassin (1728 – 1811).Engelbert Michael Engelberts collection (1783 – 1843), painter and art dealer.
John Smith collection (1781 – 1855).
Auction van der Schley – de Vries, Amsterdam, 26 August 1817, lot 54.
Auction Artaria, Vienna, 28 November 1821 and 6 March 1822, lot 206.
Alexander-Joseph-Wilhelm d’Allard collection, art dealer in Vienna and Paris, first half of the 19th century.
Auction Bukowski, Stockholm, 26 November 1997, lot 308.
Christie’s Amsterdam, 4 May 1999, lot 134.
Schloss Ahlden, 18 November 1999, lot 134.
Exhibitions:
Von Brueghel zu Banksy – 200 Jahre Sammlung von Boetticher, Die Drostei, Pinneberg, 19 September – 16 November 2025, exhibition catalogue, pp. 44-45, ill. cat. no. 10, collection no. 22.