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作为 2026-03-17 15:31:17
Die Venedig-Ansicht zeigt sich bereits in der tonigen Farbigkeit der Werke des Malers, was den Bildeindruck wesentlich von den meist heller gehaltenen Vorbildmotiven wie etwa von Canaletto und anderen Vedutisten unterscheidet. In den Bauten sind etliche Unterschiede auszumachen, was das Gemälde zu einem Dokument für die Stadtgeschichte Venedigs macht.
Der Künstler war ein italienischer Maler des Klassizismus, er studierte in Brescia und befasste sich mit dem Werk von Girolamo Romanino (1484/87 – 1562). Später zog er nach Venedig und setzte sein Kunststudium unter Giovanni Antonio Canal (1697 – 1768) fort. Von 1834 bis 1838 unternahm er eine Reihe von Reisen, die ihn u. a. nach Florenz, Rom, Neapel und Paestum führten. Mit seinen Venedig-Veduten begründete Bison ein kommerzielles Genre, um der Nachfrage von Touristen und Sammlern nachzukommen. Neben zahlreichen Venedig-Ansichten schuf er auch idyllische Fantasielandschaften. Dabei ist die Vielfalt seiner Themen, sowie die hohe Qualität seiner Bildproduktion hervorzuheben. Im letzten Jahrzehnt des 18. Jahrhunderts arbeitete er mit dem Architekten Gian Antonio Selva (1751 – 1819) zusammen, so etwa für die Dekorationen des inzwischen nicht mehr existierenden Palazzo Bottoni di Ferrara und dem Casino Soderini in Treviso. Er studierte Werke von Francesco Guardi (1712 – 1793) und Gian Domenico Tiepolo (1727 – 1804), wirkte auch als Freskant in Venedig, begab sich nach Treviso, Padua und Triest, 1833 schließlich nach Mailand, wo er bis zu seinem Lebensende blieb.
Literatur:
Vgl. Dizionario biografico degli italiani, Bd. 10, Rom 1968, S. 684-685.
Vgl. Filippo Pedrocco, Visions of Venice paintings of the 18th Century, London 2002. A.R. (1462304) (11)
Giuseppe Bernardino Bison,
1762 Palmanova – 1844 Milan, attributed
VENICE – GRAND CANAL WITH VIEW OF THE DOGANA TO THE WEST
Oil on canvas.
56 x 77 cm.
The Venice veduta is rendered in a muted colour scheme characteristic of the painter’s works, which lends the composition a markedly different overall impression from the generally brighter scenes favoured by Canaletto and other vedutisti.
Literature:
cf. Dizionario biografico degli italiani, vol. 10, Rome 1968, pp. 684-685.
cf. Filippo Pedrocco, Visions of Venice paintings of the 18th Century, London 2002.