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作为 2026-03-17 15:31:17
Beigegeben eine Expertise von Dr. Federica Spadotto, in Kopie.
Grubacs hat sich diesem Bildthema mehrfach gewidmet. Hier ist der Blick vom Kanal gegen den Platz gegeben, mit Betonung der beiden Kirchenbauten in der linken Bildhälfte mit ihren markanten Fassaden. Das Reiterdenkmal des Colleone – wenngleich etwas nach hinten gesetzt – bestimmt das Bildzentrum. Die Figurenstaffage zeitgemäß in den Kostümen des 19. Jahrhunderts. Diese späteren Venedig-Veduten resultieren nicht zuletzt aus der Kenntnis des Stichwerkes von Antonio Visentini (1688 – 1782): „Prospectus Magni Canalis Venetiorum“ von 1735 ff. Entgegen der Stichvorlage hat Grubacs jedoch die Ansicht durch die Brücke links im Bild bereichert.
Der Maler hat sich in Venedig, wie dessen beiden Söhne Giovanni (1829 – 1919) und Marco (1839 – 1910), als Vedutist bekannt gemacht. Ab 1818 studierte er bei Teodoro Matteini (1754 – 1831) an der Accademia di Belle Arti in Venedig, spezialisierte sich auf Veduten in der Tradition des 18. Jahrhunderts und wurde aufgrund seiner beliebten und qualitätvollen Bilder als der „Canaletto des 19. Jahrhunderts“ bezeichnet. Er hat es verstanden, die Tradition der Venezianischen Vedutenmalerei nach den Vorbildern der hervorragendsten Vertreter dieser Gattung, wie Canaletto (1697 – 1768) und Francesco Guardi (1712 – 1793), weiterzuführen, und neue Aufmerksamkeit für dieses Genre zu schaffen. Seine oft großformatigen Bilder widmen sich thematisch den bekanntesten Ansichten der Lagunenstadt und fassen die Leistungen der Vorbilder in durchdachten Neudarstellungen in feindetaillierter Malweise zusammen. In gewisser Weise ist hier von einem Historismus der Vedutenmalerei zu sprechen. Entsprechend sind die architektonischen Details berücksichtigt.
Literatur:
Vgl. Federica Spadotto, Giacomo Guardi, Soncino 2019.
Vgl. Federica Spadotto, Inedito veneziano, Sommacampagna 2021.
A.R. (1471192) (11)
Carlo Grubacs,
1812/40 Venice – 1870
VENICE VEDUTA OF CAMPO SANTI GIOVANNI E PAOLO AND THE SCUOLA DI SAN MARCO
Oil on canvas.
38.5 x 55.5 cm.
Accompanied by an expert’s report by Dr Federica Spadotto, in copy.
Literature:
cf. Federica Spadotto, Giacomo Guardi, Soncino 2019.
cf. Federica Spadotto, Inedito veneziano, Sommacampagna 2021.